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Innovative Heizungstechnik auf Basis erneuerbarer Energien

Unter „innovativer Heizungstechnik“ fallen Systeme wie Eisspeicher, PVT-Anlagen (PV + Solarthermie kombiniert), saisonale Speicher oder besonders effiziente Wärmepumpenkonzepte.

Diese Lösungen sind häufig projektspezifisch. In der Energieberatung geht es darum, ob sich der höhere Planungs- und Investitionsaufwand gegenüber klassischen Systemen wirtschaftlich und technisch lohnt.

Gebäude mit moderner Heizungstechnik auf Basis erneuerbarer Energien

Typische Systeme & Funktionsweisen

Eisspeicher-Systeme

Ein großer Wassertank im Erdreich wird als saisonaler Speicher genutzt. Beim Gefrieren des Wassers wird Kristallisationswärme frei, die über Wärmepumpen nutzbar gemacht wird.

  • Kombination mit Wärmepumpe
  • Ausnutzung von Phasenwechselwärme
  • Sehr gute Effizienz, aber hoher baulicher Aufwand

PVT-Anlagen

PVT-Module erzeugen gleichzeitig Strom (PV) und Wärme (Solarthermie). Sie werden häufig als Wärmequelle für Wärmepumpen genutzt.

  • Stromerzeugung und Wärmegewinnung auf derselben Fläche
  • Besonders interessant bei begrenzter Dachfläche
  • Erhöhte Systemkomplexität gegenüber reiner PV

Hybride Heizsysteme

Kombination aus z. B. Wärmepumpe und Gas- oder Biomassekessel. Die Regelung entscheidet, welcher Erzeuger in welcher Situation läuft.

  • Last- und temperaturabhängige Betriebsweise
  • Hohe Effizienz möglich, wenn gut geplant
  • Regelungsstrategie entscheidend für Erfolg

Saisonale Speicher

Großvolumige Speicher (z. B. Erd- oder Wasserspeicher) lagern sommerliche Überschüsse in den Winter. Dies lohnt sich eher bei größeren Gebäuden oder Quartieren.

  • Ermöglichen hohen Anteil erneuerbarer Wärme
  • Sehr hohe Investitionen & Planungsaufwand

Für welche Projekte ist innovative Technik geeignet?

  • Gebäude mit höherem Energiebedarf und guter Planbarkeit (z. B. Neubauten)
  • Mehrfamilienhäuser, Quartierslösungen oder gewerbliche Objekte
  • Projekte, bei denen sehr hohe erneuerbare Anteile oder besondere Konzepte gewünscht sind

Im Ein- und Zweifamilienhausbereich ist oft eine „klassische“ Kombination aus Wärmepumpe, Photovoltaik und ggf. Solarthermie die wirtschaftlichste Lösung. Innovative Systeme können sinnvoll sein, müssen aber sorgfältig gerechnet werden.

Vorteile

  • Sehr hohe Effizienz und erneuerbare Anteile möglich
  • Individuelle, auf das Projekt zugeschnittene Lösungen
  • Teilweise Leuchtturm- oder Vorzeigecharakter

Mögliche Nachteile & Risiken

  • Höhere Planungs- und Investitionskosten
  • Komplexere Technik, höhere Anforderungen an Betrieb & Wartung
  • Förderbedingungen teilweise speziell und veränderlich

Förderung und wirtschaftliche Bewertung

Innovative Systeme können förderfähig sein, wenn sie definierte Effizienz- und Erneuerbaren-Anforderungen erfüllen. Gleichzeitig ist eine fundierte Wirtschaftlichkeitsbetrachtung besonders wichtig.

Ich unterstütze Sie dabei, Fördermöglichkeiten zu prüfen, Systemvarianten zu vergleichen und eine Entscheidung zu treffen, die sowohl technisch als auch wirtschaftlich zu Ihrem Projekt passt.

Praxisbeispiele aus der Beratung

1. PVT + Wärmepumpe im Neubau

In einem modernen Neubau wird eine PVT-Anlage als Wärmequelle für eine Wärmepumpe und gleichzeitig als Stromerzeuger genutzt. Durch intelligente Regelung wird sowohl die Dachfläche als auch die Wärmeerzeugung optimal genutzt.

2. Eisspeicher im größeren Wohngebäude

Ein Mehrfamilienhaus nutzt ein Eisspeicher-System in Kombination mit Wärmepumpen, um einen hohen Anteil erneuerbarer Wärme zu erreichen. Die Maßnahme wurde im Rahmen eines Gesamtkonzeptes geplant.

Ist ein innovatives Heizsystem für Ihr Projekt sinnvoll?

Gemeinsam prüfen wir Potenziale, Risiken, Förderung und Alternativen – auf Basis einer neutralen Energieberatung.